Anwendung von Kupfer zur lokalen Infekttherapie bei PPI

Case report aus dem Brüderkrankenhaus Montabaur des Katholischen Klinikums Koblenz Montabaur

 

 

Ein 26 jähriger Patient nach einer Schussverletzung mit ausgedehntem Knochendefekt des linken proximalen Femurs und Weichteil- und Nervenläsion. (Verlegung aus der Ukraine). Nachweis von 4MRGN in der Wunde ohne antibiotische Therapieoption  (Abbildung 2).

 

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Abbildung 1 Lokalbefund bei Aufnahme

 

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Abbildung 2 Keimnachweis und Resistenzlage

 

 

Erstversorgung mit radikalem Débridement und Anlage eines Fixateur externe. Im Verlauf mehrfache Wunddébridement, Spülung mit Kupferlösung und Einlage von Kupfer-Vlies. Während der gesamten Behandlung wurde die Kupfer Konzentration im Serum und im 24h Sammelurin engmaschig kontrolliert.

 

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Abbildung 3 Röntgenbild nach Erstversorgung und Anlage eines Fixateurs externe zur Ruhigstellung

 

 Erneute Revision mit Implantation einer Kupfer beschichteten Interimsprothese (Spacer).

 

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 Abbildung 4 Interimsprothese

 

Explantation der Interimsprothese und definitive Implantation einer mit Kupfer-Bonit beschichten Hüftprothese bei bestehender Infektsituation.

 

 

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Abbildung 5 und 6 Definitive Hüftprothese mit Pfannenrekonstruktion (Kupfer-Bonit beschichtet)

 

Nach einem Behandlungszeitraum von 8 Monaten konnte der Patient mobil an Unterarmgehstützen und mit abgeschlossener Wundheilung in die Heimat zurückverlegt werden.

 

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Abbildung 7 und 8 Lokalbefund und Röntgenbild bei  Entlassung