Historie der Hüftendoprothetik

1923
Erste "Kappenprothese"
Smith-Petersen implantierte 1923 die erste Kappenprothese aus Glas, das sog. "Mould Arthroplasty", um den zerstörten Femurkopf so zur Ausheilung zu bringen.

1938
Erste Hüfttotalendoprothese
Wiles entwickelte die erste "Hüfttotalendoprothese", welcher am lateralen Schaft mit einer Lasche verbunden war.

1942
Erste Hemiprothese aus CoCrMo Legierung
Moore entwickelte die nach ihm benannte Austin-Moore  Monoblock Prothese aus CoCrMo-Legierung zur besseren Verankerung.

1950
Einführung der Hemiarthroplasty
Die Brüder Judet implantierten eine Femurkopfprothese aus Plexiglas.

1951
Erste Hüfttotalendoprothese aus Metall-Metall Gleitpaarung
McKee führte die erste Hüfttotalendoprothese aus Metall-Metall Gleitpaarung ein.

1953
Verwendung von PMMA zur Verankerung der Hüfttotalendoprothese
Haboush verwendete erstmalig PMMA zur Verankerung der Prothese im Knochen.
Erst durch Sir John Charnley wurde es weiter verbessert und verbreitet.

1962
Low friction arthroplasty
Einführung der sog. "low friction arthroplasty" mit PE/Metall Gleitpaarung durch Sir John Charnley, um den Abrieb zu minimieren.

1964
Einführung der 32 mm Köpfe
Weber führte Hüfttotalendoprothesen mit 32 mm Kopfdurchmesser ein, um den Abrieb zu reduzieren.

1964
Erste Sockelpfanne
Ring führte die erste zementfreie Verankerung der Hüftpfanne mit einer langen Schraube im Becken ein.

1966
Einführung der 36 mm Köpfe
Weber führte die 36 mm Köpfe ein, um die Luxationsrate zu senken.


1968
Einführung der modularen Hüfttotalendoprothese
Weber führte die erste modulare Hüftendoprothese ein.

 

1969

Harris Hip Score (HHS)

William Harris entwickelt den nach Ihm benannten Harris-Hip Score für die klinische Bewertung von Patienten nach einer Hüftendoprothese. 



1970
Erster kurvierte Schaft
Erster kurvierte (gebogene) Schaft mit Kragen zur besseren Verankerung im Femurmarkkanal

1974
Einführung der Aluminiumoxid Prothesenköpfe


1974
La double mobilité
Einführung der dual-mobility Pfanne durch Prof. Bousquet um Luxation der Hüftprothese zu verhindern.

1977
Erster Kurzschaft
Der erste Kurzschaft wurde von Prof. Pipno in Italien entwickelt.

1978
C.F.P. Schaft
(Collum Femoris Preserving) in Italien entwickelt. Seit 1999 in Deutschland im Einsatz.

1978
Lewinnek "Safe zone"
Lewinnek definiert eine Inklination von 40°+/-10° und Anteversion von 15°+/-10° der Hüftpfanne als luxationssicher

1979
Einführung des Zweymüller Schaftes
Zementfreier Geradschaft

1983
Markteinführung des Taper lock ® Schaftes
Sich verjüngender Hüftschaft zur besseren Fixation und gute Rotationsstabilität. Dadurch weniger Osteolysen und weniger Schaftschmerzen.

1985
Majo Schaft (Zimmer)
Der "Klassiker" unter den meta-diaphysären verankernden Kurzschäften mit Langzeitergebnissen

1994
Einführung der Duncan, sog. Vancouver Klassifikation
Teilt die Fraktur in Fraktur mit stabilem und instabilem Prothesensitz ein.

2001
Erstimplantation der Spiron Schenkelhalsprothese
Die Weiterentwicklung der Druckscheibenprothese.

 

2002

Gründung der ODEP (Orthopedic Data Evaluation Panel)

Eine unabhängige Institution zur Bewertung der Lebensdauer und Qualität der Daten von Endoprothesen.