Implantation

Vor der Implantation der Originalimplantate sollte ein Handschuhwechsel erfolgen, um das Infektionsrisiko zu reduzieren!

 

Pfannenimplantation

Vor der Implantation der Pfanne ist auf die Lage des Beckens zu beachten. Die Pfanne sollte idealerweise mit einer Inklination von 40° +/- 10° und einer Anteversion von 15° +/- 10° ("safe zone") implantiert werden. Die Pfannenrandosteophyten sollten abgetragen werden, um ein Impingement zu vermeiden.

 

  • Zementenfreie Pfanne
    Einschlagen der Pfanne und Kontrolle der Pfannenpositionierung. Anschließend erneutes Einschlagen bis sich die Pfanne äquotorial verklemmt.

 

  • Zementierte Pfanne
    Einbringen des Zements (ventrocranial). Einsetzen der PE-Pfanne und Einstellen der Inklination und Anteversion (siehe oben). Aushärtung des Zements unter axialem Druck.

 

Schaftimplantation

 

  • Zementfreier Schaft
    Einschlagen des Schaftes bis auf die gewünschte Tiefe. Bei den HA-beschichteten Schäften sollte der beschichtete Anteil im Knochen zu liegen kommen.

 

  • Zementierter Schaft
    Einsetzen eines Markraumstoppers. Jet-Lavage Spülung. Retrogrades Einbringen des Zements. Einsetzen des Schaftes bis auf die gewünschte Tiefe (achte auf die Laser Markierung am Schaft).

 

 

Prothesenkopf
Vor dem Aufsetzen des definitiven Kopfes sollte erst eine Probereposition erfolgen. Bei gutem Gelenkspiel und nach einer Beinlängenprüfung kann der definitive Kopf aufgesetzt werden. Hierzu sollte die Konussäuberung mit einem sauberen Tupfer durchgeführt werden. Nach Aufsetzen des definitiven Kopfes und Aufschlagen desselben mit dem Kopfnachschläger (mit ungeraden Hammerschlägen) und Reposition der Prothese mit dem Kopfnachschläger.

 


! CAVE !
Nach der definitiven Reposition der Prothese sollte eine Sichtkontrolle des Gelenkes erfolgen, um eine evtl. Weichteilinterposition zu erkennen.